Gefährliche Schlankmacher aus China

lida_dai_daiIm Internet wird sehr häufig mit Diätpillen geworben, die auf Basis chinesischer Heilkräuter ihre Wirkung entfalten sollen. Doch Gerade Produkte aus China oder Asien enthalten oft ganz andere Inhaltsstoffe als erwartet.

Erst kürzlich wurde vor den Produkten Lasmi und LiDa Dai Dai gewarnt. Diese aus Indonesien stammenden Produkte besitzen keine Zulassung als Arzneimittel werden jedoch stets illegal eingeführt und für horende Summen auf Internet Schwarzmärkten angeboten.

Bei den Produkten Lasmi und LiDa Dai Dai wurde innerhalb von Laboruntersuchungen ein hoher Anteil des Stoffes Sibutramin festgestellt. Hierbei handelt es sich um Inhaltsstoffe, die aufgrund ihrer starken Nebenwirkungen vor dem Verkauf als Arzneimittel zugelassen werden müssen. Der Bezug ist meist nur durch ein Rezept möglich.

Der Hauptinhaltsstoff Sibutramin als Appetitzügler

Diätpillen mit dem Inhaltsstoff Sibutramin werden in der Medizin dazu verwendet um schwer fettleibige oder krankhaft übergewichtige Patienten zu behandeln. Es handelt sich um einen Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Hemmer, der starke Ähnlichkeit mit Antidepressiva besitzt. Voraussetzung für die Verordnung ist häufig ein BMI über 35. Bekannte zugelassene Produkte wie Reductil sind die meistverschriebenen Vertreter auf dem deutschen Markt. Der Anteil an Sibutramin in den Schlankheitsmitteln Li-Da Dai Dai und Lasmi übersteigt die von Reductil um ein Vielfaches.

Mehr als 35 Todesfälle weltweit

Durch die Hemmung der Wideraufnahme von Serotonin soll ein längerfristiges Sättigungsgefühl erreicht werden. Weiterhin soll die Thermogenese des Körpers erhöht werden und somit auf Dauer eine Gewichtsabnahme erreicht werden. In Langzeitstudien kam es allerdings aufgrund des Inhaltsstoffes Sibutramin zu starken Nebenwirkungen. Mehr als 35 Todesfälle weltweit sollen durch den Inhaltsstoffe Sibutramin verursacht worden sein. Daher ist die Überwachung der Einnahme von solchen Diätprodukten durch Ärzte unbedingt erforderlich.

24 inceLasmi enthält eine weitere Substanz mit dem Name Spironolacton. Ihr wird nachgesagt für Nebenwirkungen wie Erkrankungen des Magen-Darm Traktes, Menstruationsprobleme oder Hyperkaliämie verantwortlich zu sein. Der Verbrauchschutz rät von der Einnahme der Diätpille Lasmi daher dringend ab.

Das Ministerium gibt neben o. g Diätpillen weitere Warnungen heraus, die sich größtenteils auf Produkte aus China oder Asien beziehen. So warnt es davor Diätprodukte mit den Bezeichnungen „Lida Dai Dai Hua“ oder „24 ince“ zu bestellen. Auch in diesen Schlankheitsmitteln wurden erhebliche Mengen an Sibutramin festgestellt.

Generell sollte man bei der Bestellung im Internet wachsam sein. Der Anteil der dubiosen Quellen ist enorm. Nicht zugelassene Schlankheitsmacher werden illegal eingeführt und für horende Summen auf Internet-Marktplätzen angeboten. Die in diesem Artikel genannten Präparate sind vermutlich nur ein kleiner Teil. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein als vermutet.

Diätpillen mit pflanzlichen Inhaltsstoffen

proactol_verpackungEs gibt Schlankheitsmittel auf dem deutschen Markt, die aufgrund ihrer natürlichen Inhaltsstoffe nicht verschreibungspflichtig sind. Größtenteils handelt es sich hierbei um Appetitzüger oder Fettbinder. Sollten Sie Interesse haben ihre Diät mit solchen Produkten zu unterstützen, raten wir ihnen unseren Artikel Diätpillen im Vergleich zu lesen.

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